Mittwoch, 11. Mai 2016

REVIEW: WGF - IN THE NAME OF RAPE



Hinter der World Goregrind Federation (kurz: WGF) verbergen sich vier Goregrind Bands: Rapemachine, Funeral Rape, Clitorape und Razor Rape. Unter diesem Banner vereint geben die vier “Rape”-Enthusiasten auf der 4-er Split mit dem passenden Titel “In the Name of Rape” ihr Können zum Besten. Die Wrestlingthematik spiegelt sich auch in der doch etwas ungewöhnlicheren Tatsache, dass man scheinbar alle Musiker als Charaktere in einem Wrestlingspiel auf der Xbox One spielen kann, wenn man sie herunterlädt, wider. Sicherlich ist jedoch primär die Musik für die meisten Käufer ausschlaggebend.




Den Anfang macht die italienische Band Rapemachine. Die sechs Beiträge bestehen primär aus dumpfen Riffs und Gegurgel. Allzuweit wird sich nie von dem mittelschnellen Slam entfernt, sodass man mitunter an Cock and Ball Torture und Vergleichbares erinnert werden kann. Funeral Rape, die ebenfalls aus Italien stammen, erklingen da schon etwas lauter und aggressiver. Inflationäre Porno-Samples, ein preschendes Schlagzeug und eine angenehme Schnelligkeit machen Tracks wie “Forgotten Lust” oder “Graveyard Bukkake” zu prototypischen Goregrind, der aber erfolgreich ausgeführt wird!



Die Franzosen von Clitorape setzen sich als erste aus dieser gewohnten Goregrind-Umgebung ab, zumindest was manche Elemente angeht. So ist das Gitarrenspiel doch um ein Vielfaches ambitionierter und anspruchsvoller, als man es von dem durchschnittlichen Vertreter dieser Stilrichtung gewohnt ist. Dies wird vor allem im Opener “Goregrind is Religion” deutlich, ist aber die gesamten fünf Lieder hindurch bemerkbar. Dafür sind die extrem blubbernden und bearbeiteten Vocals umso typischer für den klassischen Goregrind-Stil. Die letzte Band ist Razor Rape. Die Schweden, die schon mehrfach auf RRR veröffentlicht haben, wussten sich immer schon in einem guten Licht zu präsentieren und schaffen dies auch hier. Hervorzuheben ist hier zweifelsohne das Elvis-Cover namens “Jailhouse Cock”.


Fazit: Im Grunde genommen hat man es bei “In the Name of Rape” mit einer auditiven Lobpreisung des Goregrind zu tun. Jeder der vier Acts ist also fest in diesem Stil verhaftet und präsentiert solides Handwerk. Besonders Clitorape fallen positiv auf, wobei es hier eigentlich keine Ausfälle zu verzeichnen gibt. WGF bietet also gut produzierte Goregrind-Kost mit einem ungewöhnlichen Aufhänger und einer schicken Präsentation. Für Fans definitiv unterstützenswert.

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